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Öle für Ihr Baby - Vollkommene Zutaten für die Beikost der Säuglinge

angehende diätologin katharina_loidl

Nur das Beste für mein Baby

Insbesondere in Sachen Ernährung sollte dieser Vorsatz gelebt werden, schließlich entwickeln sich 80% des Gehirns innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Hier erfahren Sie, was ein nahrhafter Babybrei beinhaltet und welche Rolle Öle und Fette spielen. Eines können wir bereits vorwegnehmen: Pflanzliche Öle sind ab Beginn der Beikost für den Säugling sehr bedeutsam.

Die angehende Diätologin Katharina Loidl erläutert uns, welche Öle für Babys geeignet sind, ab welchem Alter Öle wichtig sind und aus welchen Zutaten ein vollkommener Babybrei kreiert werden kann.
Photo by Matt Walsh on Unsplash

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Ab wann?

Zwischen der 17. und 26. Lebens­woche – je nach Entwicklungs­grad des Kindes – wird Brei zusätzlich zu den Milch­mahl­zeiten empfohlen, da der Energiegehalt der Muttermilch oder der Säuglings­milch­nahrung nicht mehr ausreicht. Auch andere Nährstoffe, wie etwa Eisen, Zink, Vitamin A und Vitamin B12, können so besser hinzugefügt werden.

Wie viel?

Bei gut gedeihenden Säuglingen wird pro Breimahlzeit 1 TL Öl empfohlen, bei Säuglingen, welche sich eher zögerlich entwickeln, sollten 2 TL Öl hinzugefügt werden. Das Öl erhöht die Entwicklung des Säuglings sowie die Energiedichte des Breies.

Welche Öle?

Rapsöl, Olivenöl, Leinöl und auch Walnussöl eignen sich wunderbar, da diese ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aufweisen. Es ist allerdings darauf zu achten, hochwertige kaltgepresste Öle in Bio-Qualität für den Babybrei zu verwenden, um das Risiko einer Schadstoff- oder Keimbelastung zu vermindern.

Warum kaltgepresste Öle für den Babybrei?

Kaltgepressten Ölen sollte der Vorzug gegeben werden, da alle wertvollen Inhaltsstoffe, wie Vitamine und mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei der mechanischen Pressung erhalten bleiben. Raffinierte Öle haben im Gegensatz zu den nativ gewonnen Ölen keine gesundheitlichen Vorteile für das Baby, da durch die Verarbeitungsschritte inkl. Wärmebehandlung und chemischen Lösungsmitteln alle gesundheitsfördernden Stoffe herausgefiltert werden.

Vitamine und mehr­fach un­gesättigte Fett­säuren bleiben erhalten

Aus welchen Zutaten besteht ein beispielhafter Babybrei?

  • Bunt, bunter, Regenbogen! Abwechslung im Breischüsserl sorgt für eine optimale Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen sowie für mehr Akzeptanz von verschiedenen Lebensmitteln.
  • Sauer macht lustig und hat Vorteile für die Aufnahme von Eisen und Co, denn die Zugabe von Vitamin C-reichem Obst und Gemüse kann die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen.
  • Regionale und saisonale Lebensmittel aus biologischem Anbau sollten bevorzugt werden.
  • Gut verfügbare Eisenquellen wie Fleisch und Getreide sollten bereits zu Beginn der Beikost eingebaut werden, da die Eisenspeicher in der Muttermilch erschöpft sind. Pflanzliche Lebensmittel enthalten zum Teil hohe Eisenkonzentrationen, sind aber trotzdem ungünstige Lieferanten, da das Eisen unzureichend resorbiert werden kann. Zusätzliche hemmende Faktoren sind Phytate und Calcium aus Milchprodukten.
  • Die Lebensmittel sollten durchgegart sein, denn Säuglinge sind sehr anfällig an Infektionen durch verunreinigte Lebensmittel zu erkranken.
  • Selbstgekochte Speisen sollten sofort an die Kleinen verfüttern oder portioniert eingefroren werden, da aufgetaute Speisen nicht wieder eingefroren werden dürfen.

Sidefact: Abwechslungsreiche Ernährung zubereitet mit hochwertigen Lebensmitteln ist auch gesund für die Großen :)

Öle sind essenzielle Bestandteile der Beikost
Fette haben einerseits wichtige Funktionen für den kleinen aber schnell wachsenden Körper, zusätzlich sind sie ein wichtiger Faktor, um die Energiedichte eines Mischkost-Breis zu erhöhen.
Es ist sehr wichtig, hochwertige Öle in der Säuglingsernährung zu integrieren, da sie unter anderem die Resorption der fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) im Darm ermöglichen.

Im Säuglingsalter ist die Aufnahme von langkettigen ungesättigten Fettsäuren besonders wichtig, da sie eine wesentliche Beteiligung an der visuellen, motorischen und kognitiven Entwicklung haben. Säuglinge haben aufgrund ihres Wachstums einen erhöhten Bedarf an Omega-6-Fettsäuren (3-4% des Gesamtenergiebedarfs), zusätzlich sind neben der Alpha-Linolensäure auch die Arachidonsäure und DHA von wesentlicher Bedeutung. Ein weiterer Pluspunkt für die Zufuhr alpha-linolenreicher Pflanzenölen ist, dass die endogene Synthese langkettiger, ungesättigter Omega-3-Fettsäuren erhöht wird.


Die Autorin

studentin diätologie katharina_loidl
Die Autorin
Katharina Loidl ist Studentin an der FH Joanneum

Im aktuellen Semester des Studiengangs Diätologie steht die Thematik Säuglingsernährung sowie die Bedeutung von Ölen und Fetten im Lehrplan. In diesem Rahmen hat sich die junge Studentin intensiv mit dieser Thematik beschäftigt.


Erkunden Sie die empfohlenen Ölsorten für Ihren Babybrei

Fotorechte: 

Bild der Autorin: Susanne Maierhofer, St. Ruprecht
Babyfoto: Matt Walsh on Unsplash